Technische Kernkompetenzen

Unsere Systeme für die industrielle Materialflusssteuerung sind auf Dauerbetrieb und hohe Schüttgutlasten ausgelegt. Jede Komponente wird in enger Abstimmung mit den Produktionszielen unserer Kunden dimensioniert und integriert.

Übersicht der Anwendungen

Hochleistungsförderbänder

Für Schüttgüter und Stückgut ausgelegte Gurtförderer mit verstärkter Karkasse und verschleißoptimierten Laufrollen. Geeignet für Förderstrecken bis 250 m Länge bei Steigungen bis 18°.

Reduziert Stillstandzeiten durch wartungsarme Antriebstechnik

Automatische Beschickungsstationen

Robotergestützte Zuführsysteme mit integrierter Kameraqualitätskontrolle. Passen sich an unterschiedliche Werkstückgeometrien an und erreichen Taktzeiten unter 3 Sekunden.

Steigert die Anlagenproduktivität um bis zu 25 %

Schüttgut-Dosierwaagen

Kontinuierliche Bandwaagen mit digitaler Signalverarbeitung für eine Messgenauigkeit von ±0,5 % bei Durchsätzen bis 800 t/h. Inklusive automatischer Nullpunktkorrektur.

Ermöglicht präzise Rezeptursteuerung in der Aufbereitung

Retrofit & Modernisierung

Nachrüstung bestehender Förder- und Beschickungsanlagen mit intelligenten Steuerungen und Sensorik. Ohne vollständigen Austausch der mechanischen Grundstruktur.

Verlängert die Lebensdauer vorhandener Anlagen um Jahre

Zustandsüberwachung (Predictive Maintenance)

Vibrations- und Temperatursensoren an kritischen Antriebspunkten. Daten werden in Echtzeit ausgewertet und ermöglichen frühzeitige Wartungseingriffe.

Senkt ungeplante Ausfälle um bis zu 40 %

Individuelle Sonderkonstruktionen

Entwicklung kundenspezifischer Förderkomponenten für extreme Umgebungsbedingungen – von hitzebeständigen Bändern bis zu korrosionsgeschützten Aufgabetrichtern.

Passgenaue Lösung für anspruchsvolle Produktionsprozesse

Präzise Definitionen für die industrielle Praxis

Technische Klarstellungen und Haftungsausschlüsse

Was versteht Vienna Material Flow unter „Hochleistungsförderband“?

Ein Hochleistungsförderband im Sinne unserer Spezifikationen ist ein Gurtförderer, der für Schüttgüter mit einer Korngröße bis 120 mm und einer Schüttdichte von mindestens 1,6 t/m³ ausgelegt ist. Die angegebene Förderleistung bezieht sich stets auf horizontale Förderung bei einer Bandgeschwindigkeit von 2,5 m/s. Abweichungen durch Steigungen, Krümmungen oder veränderte Materialeigenschaften sind gesondert zu berechnen und nicht in den Standardwerten enthalten.

Gelten die Wirkungsgradangaben für automatisierte Beschickungsstationen unter Volllast?

Nein. Die publizierten Wirkungsgrade und Taktzeiten beziehen sich auf den Dauerbetrieb bei 80 % der maximalen Auslastung. Kurzzeitige Spitzenbelastungen oder Anlaufvorgänge können die tatsächliche Effizienz um bis zu 12 % reduzieren. Eine individuelle Auslegung auf Basis Ihrer Lastkollektive ist für die Garantie der angegebenen Werte zwingend erforderlich.

Wie ist die „Lebensdauersteigerung um 30 %“ bei modernisierten Anlagen zu verstehen?

Dieser Wert bezieht sich ausschließlich auf die mechanischen Kernkomponenten (Antriebseinheit, Tragrollen, Gurt) nach einer Retrofit-Maßnahme gemäß unserem Modernisierungsprotokoll. Die Angabe setzt eine regelmäßige Wartung nach Herstellervorgabe und den Einsatz unserer empfohlenen Schmierstoffe voraus. Ohne diese Rahmenbedingungen kann keine Lebensdauerverlängerung garantiert werden.

Welche Normen liegen den Berechnungen zur Gesamtanlageneffektivität (OEE) zugrunde?

Wir verwenden die OEE-Berechnung nach DIN 8743, jedoch ohne Berücksichtigung von Rüstzeiten unter 15 Minuten. Die in unseren Fallstudien genannten OEE-Werte sind als Richtwerte für vergleichbare Produktionsszenarien zu verstehen. Eine direkte Übertragbarkeit auf abweichende Maschinenkonfigurationen oder Chargenprozesse ist nicht gegeben.

Was bedeutet „Predictive Maintenance“ im Kontext Ihrer Sensorlösungen?

Predictive Maintenance umfasst bei uns die kontinuierliche Überwachung von Vibration, Temperatur und Bandspannung mittels unserer IoT-Sensoren. Die daraus generierten Vorhersagen ersetzen keine turnusmäßige Inspektion nach DGUV Vorschrift 3. Die angegebene Reduzierung von Ausfallzeiten bezieht sich auf geplante Stillstände und schließt unvorhergesehene Ereignisse wie Fremdkörpereinwirkung oder Bedienfehler aus.

Vom Lastenheft zur laufenden Linie

Unser bewährter Prozess für industrielle Materialflusssysteme – von der Analyse bis zur Inbetriebnahme.

1. Bedarfsanalyse vor Ort

Unsere Ingenieure erfassen Ihre Produktionsdaten, Förderwege und Materialeigenschaften direkt im Werk. Daraus entsteht ein detailliertes Lastenheft mit technischen Randbedingungen.

2. Konzeption & Simulation

Wir entwickeln ein maßgeschneidertes Layout aus Förderbändern, Beschickungsstationen und Puffersystemen. Die Anordnung wird digital simuliert, um Engpässe frühzeitig zu erkennen.

3. Mechanische Konstruktion

Alle Komponenten – von der Bandauslegung bis zur Antriebstechnik – werden nach Maschinenbaunormen ausgelegt. Materialauswahl und Verschleißschutz werden auf Ihr Schüttgut abgestimmt.

4. Fertigung & Montage

Die gefertigten Module werden bei Ihnen vor Ort montiert und mit der bestehenden Anlagensteuerung verbunden. Jede Station wird mechanisch justiert und elektrisch in Betrieb genommen.

5. Inbetriebnahme & Optimierung

Nach dem Probelauf unter Last folgt die Feineinstellung der Bandgeschwindigkeiten und Sensoren. Wir dokumentieren alle Parameter und schulen Ihr Wartungspersonal.

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